HERZESSENZ® Schule für Tibetische Heilkunst
Schule für Tibetische Heilkunst

Klausur Sterben üben

Lange schon hast du es geahnt. Nun ist es soweit.

 

Es klopft an deiner Tür. Du öffnest und er steht direkt vor dir - der Tod.

Bist du bereit? Wirst du dich hingeben?
Oder wirst du kämpfen? Kämpfen um was?

Um deine Unsterblichkeit?
Das Datum deiner Todesstunde steht nicht in deinem Ausweis.
Berechtigt dich das, den Tod zu ignorieren und das Leben zu verspielen?


Je mehr wir uns einreden, dass es nur die Anderen trifft, desto stärker revoltiert
die Angst in unserem Innern.
Da wir ahnen, dass es keine Sicherheit gibt, lenken wir uns ab und vergeuden unser Leben.
Erscheint schließlich die endgültige Zäsur angesichts des Todes, so geraten wir in Panik.

Wir schaffen es nicht einmal mehr, einen guten Tod zu sterben
im Einverständnis
mit dem Wandel von Werden und Vergehen.
Bewusstlos oder im Kampfe stolpern wir in den Tod, genauso wie wir unser kostbares Leben verbrachten...

 

*Wenn du wüsstest, wie schwer es zu erlangen ist,
wäre es dir unmöglich, das durchschnittliche Leben zu führen.

Wenn du seine großen Vorzüge sähest,
täte es dir leid, wenn es bedeutungslos bliebe.

Wenn du über den Tod nachdächtest,
träfest du Vorbereitungen für deine zukünftigen Leben.

Wenn du über Ursache und Wirkung nachdächtest,
hörtest du auf, unbesonnen zu sein.*

(Tsongkhapa)


In einwöchiger Dunkelheit wird die persönliche nonduale Transformationspraxis erprobt und erweitert.
Imprints werden in der Intensität dieses Dunkelretreats sehr viel leichter transformiert als im Alltagszustand des abgelenkten Geistes.