HERZESSENZ® Schule für Tibetische Heilkunst
Schule für Tibetische Heilkunst

Vorbereitung auf den eigenen Tod

Der Zyklus von Leben und Tod

Das Leben entspricht der Wachrealität der Sinne,
der Traum entspricht dem Zwischenzustand-Bardo,
der Tod entspricht dem Meditationszustand des ‚Klaren Lichts’

 


Was bedeutet Tod? Was stirbt? Was überlebt?
Was bleibt unberührt vom steten Werden und Vergehen?

Wenn wir das Universum als einen großen Organismus betrachten, so gibt es in ihm keinen Tod ohne Neuschöpfung.
Atome zerfallen in Bruchteilen von Sekunden und genauso schnell erzeugen sie sich wieder. Auch Zellen kommen und gehen auf diese Weise.

Untersuchen wir dies genauer, so können wir eine Art ‚Durchgängigkeit’ feststellen, die alle Entfaltung und Einfaltung durchzieht. Diese ‚Durchgängigkeit’ trägt alle Prozesse von Schöpfung und Niedergang.

Als Menschen haben wir Angst vor dem Tod, weil unsere Körper zerfallen. Wir verlieren unsere Struktur, unsere Form, unsere Selbst-Identität und damit unsere Sicherheit. Wir verlieren die Kontrolle, denn wir selbst sind dem Kreislauf von Werden und Vergehen unterworfen.
Was bleibt von uns? Wohnt auch uns eine Durchgängigkeit inne?

Aus der Sicht von Tendrel-Einheit in der Dualität® folgt alle körperliche Existenz dem Prozess von Tod und Wiedergeburt, während sie gleichzeitig von einer Art ‚Geist’ durchtränkt ist. ‚Geist’ bleibt durchgängig immer präsent. Als feinstes Gewahrsein trägt er auf allen Stufen alle Wandlungsprozesse.

Wir können mit dieser Natur des Geistes in Kontakt kommen. Wir können üben, unser Gewahrsein zu verfeinern.
Wir können präsent bleiben, auch in der Emotion, im Traum und im Schlaf, ja, sogar in der Stunde unseres Todes.
Wir können bereits zu Lebzeiten lernen, unseren feinsten Bewusstseinszustand zu erfahren, den man ‚Tod’ nennt.
Wenn wir uns mit unseren tieferen Bewusstseinarten zu identifizieren lernen, verlieren wir die Angst vor dem Tod und die Angst vor dem Leben und beginnen, unseren Tod zu meistern.