HERZESSENZ® Schule für Tibetische Heilkunst
Schule für Tibetische Heilkunst

Umgang mit Tod - Seminare zum Üben

Was stirbt? Was bleibt? Was bedeutet Tod?

           Was bleibt unberührt vom steten Werden und Vergehen?

 

Wenn wir das Universum als einen großen Organismus betrachten, so gibt es in ihm keinen Tod ohne Neuschöpfung.
Atome zerfallen in Bruchteilen von Sekunden und genauso schnell erzeugen sie sich wieder. Auch Zellen kommen und gehen auf diese Weise.
Untersuchen wir dies genauer, so können wir eine Art ‚Durchgängigkeit’ feststellen, die alle Lebensprozesse in Entfaltung und Einfaltung durchzieht.
‚Durchgängigkeit’ trägt alle Prozesse von Schöpfung und Niedergang.
Wohnt auch uns eine Durchgängigkeit inne?

In unserer Kultur findet der Tod in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen statt, wenn es gut geht, auch in Hospizen oder sogar zuhause.
Wenn er stattgefunden hat, ist alles zu Ende.
In unserer Kultur gehört es inzwischen zu unserem offiziellen Menschenrecht, uns selbst töten zu dürfen und ebenso werden wir zur Solidarität aufgefordert, unsere Organe zu spenden, auch wenn wir dabei sterben müssen.
In dieser Logik kann es kein „nach dem Tod“ geben. Wenn mit dem Tod alles aufhört, sind auch wir zu NICHTS geworden.
Sind wir mit diesen Schlussfolgerungen zufrieden? Oder lässt uns die Angst vor dem Tod nicht weiter nachdenken?
Ein winziges Virus macht sich inzwischen in unserem Leben breit und erinnert uns daran, was wir längst wissen: der Tod wird kommen, jederzeit.
Was geschieht beim Sterben? Kommt etwas danach?
Werde ich in Frieden sterben? Oder allein und in Panik? Ohne menschliche Unterstützung?
Wie bereite ich mich vor? Was muss ich wissen? Was muss ich üben?

Sterben kann man üben. Sterben muss man üben, denn wir sind nicht daran gewöhnt, jeden Moment mit unserem Tod zu rechnen.
Es ist sinnvoll, Sterben zu üben, denn wir haben keinerlei Erfahrung und Training, wie unser Geist sich verhält, wenn der Körper stirbt.

In der Jahrtausende alten tibetischen Wissenschaft vom Bewusstsein wird im Totenbuch der Tibeter sehr genau dargelegt, welche Phasen nach dem körperlichen Tod auftreten.
Laut ihm existiert Geist weiter als feinstoffliche Energieform und erfährt verschiedenste Transformationen.
Das Tibetische Totenbuch zeigt, wie wichtig es ist, eine feinste Art von Gewahrsein bewusst zu halten, um seinen Geist in den verschiedenen Prozessen kontrollieren und lenken zu können.